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WCD Schirmherrin Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments

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Liebe Freunde, heute mehr denn je, während ein verschwenderischer Krieg in der Ukraine andauert und uns die Energiepreise und die Sicherheit beunruhigen, fragen wir uns, was wir an unseren Küsten tun können, um uns in eine energieeffizientere, sauberere und grünere Zukunft zu lenken.

Abfallmanagement und Ressourcennachhaltigkeit sind alles Anliegen, die wir im europäischen Parlament ernst nehmen, und deshalb sind Bewegungen wie der World Cleanup Day und Kampagnenauftaktveranstaltungen wie die hier in Berlin so wichtig, um unsere umweltfreundlichen Ambitionen weiter zu verfolgen.

Ich möchte den Organisatoren von „Let’s Do It World“ dafür danken, dass die heutigen Debatten stattfinden. Ihre Führung und Ihr Engagement bei der Lösung von Abfallproblemen ist bewundernswert. Ihre gemeinsame Arbeit ist genau das, was wir brauchen, um mehr Menschen zu informieren und aktiv zu werden, um die Umweltprobleme anzugehen, mit denen unsere Gesellschaften im vergangenen Jahr konfrontiert waren.

Die Welt erzeugt rund zwei Milliarden Tonnen feste Abfälle pro Jahr. Weltweit etwa drei Viertel der festen Abfälle landet auf Mülldeponien, die selbst zu bis zu 12 Prozent der Treibhausgase beitragen. Länder mit hohem Einkommen sind die schlimmsten, die im globalen Durchschnitt doppelt so viel Abfall pro Kopf produzieren und das muss sich jetzt ändern und das Europäische Parlament übernimmt die Führung.

In den letzten Jahren haben wir erste Schritte, um Einwegkunststoffe ein für alle Mal zu verbieten, übernommen. Wir haben das Verursacherprinzip in unseren Mitgliedsstaaten etabliert. Unsere Arbeit am Green Deal wird den Abfall, den jeder von uns produziert, weiter begrenzen und andere klimabewusste Maßnahmen werden erheblich dazu beitragen. Auch gemeinsam streben wir danach, Einwegartikel zu reduzieren, langlebige Produkte wiederzuverwenden und Abfälle zu recyceln, die sonst unsere Gesundheit und die Gesundheit unseres Planeten schädigen.

Es gibt viel Raum für Verbesserungen, und durch strategische Investitionen, Kreislaufrichtlinien und eine verbesserte Taxonomie können wir abfallfreie Lösungen fördern und greenwashing vermeiden. Aber um Abfall zu reduzieren, brauchen wir auch das Engagement und die Arbeit von begeisterten Menschen wie dir, die die Bedeutung dieser Themen verstehen. In den letzten Jahrzehnten haben sich bereits Denkweisen in Bezug auf Recycling und Abfallentsorgung entwickelt. Die Herausbildung einer veränderten Denkweise und die Unterstützung anderer beim Erwerb von Wissen, werden den Weg für weitere Maßnahmen zur Abfallreduzierung ebnen. Nehmen Sie zum Beispiel Handy-Ladegeräte. Jünste Studien und Erkenntnisse haben gezeigt, dass die Vereinheitlichung von Handy-Ladegeräten nicht nur ein Segen für die Verbraucher ist, sondern auch den Elektroschrott und unseren CO2 Fußabdruck.

Bevor ich Ihnen das Wort als Gastgeber Ihres öffentlichen Dialogs überlasse, möchte ich einen Punkt hervorheben, der für unsere Bemühungen von wesentlicher Bedeutung ist. Wir müssen gemeinsam handeln. Entscheidungen, die auf Ebene der Europäischen Union getroffen werden, sind nicht zufällig. Sie sind das Produkt der Stimmen der Europäer aus dem ganzen Kontinent.

Unser gemeinsames Engagement wird nur gestärkt, wenn initiativen wie der World Cleanup Day sich weiterentwickeln und wachsen. Die Erfolge von 2018 und 2019 sind nicht unbemerkt geblieben. Das gemeinsame Vorgehen von 180 Ländern ist ein weiteres Beispiel für die Bedeutung dieses Anliegens.

Sie sind die Champions dieses Wandels, und dafür danke ich Ihnen. Ich wünsche Ihnen heute das Allerbeste für Ihre Arbeit. Drängen Sie weiter auf den Wandel, denn wir brauchen Sie.

Roberta Metsola,

President of the European Parliament

 

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