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Mehr Bier, weniger Verpackung? Wohl bekomm’s!

Die Verpackung und die Regionalität sind wichtige Faktoren bei der Bestimmung des ökologischen Fußabdrucks eines Biers. Am nachhaltigsten trinkst du das flüssige Gold also frisch gezapft bei der lokalen Brauereigaststätte.
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Der Sommer kommt, die Sonne brennt, der Durst quält: Jetzt ein schönes kühles Bier. Aber aus Plastikflasche, Einwegglasflasche oder Aludose? Nachhaltiger schmeckt’s so:

Erst einmal ist selbst gezapftes Bier natürlich bei Weitem nicht so nachhaltig wie Leitungswasser. Laut dieser Webseite braucht man bis zu 300 Liter Wasser, um 1 Liter Bier zu produzieren. Aber wer jetzt dem Link gefolgt ist, hat vielleicht schon entdeckt, dass Bier nicht gleich Bier ist. Die Verpackung und die Regionalität sind wichtige Faktoren bei der Bestimmung des ökologischen Fußabdrucks eines Biers.

Am nachhaltigsten trinkst du das flüssige Gold also frisch gezapft bei der lokalen Brauereigaststätte. So müssen weder für Verpackung noch für Transport Ressourcen aufgewendet werden, nur für den Brauprozess selbst und natürlich die Beschaffung der Zutaten (und der Geräte, Arbeitsweg der Mitarbeiter etc.).

Außerdem empfiehlt sich lokal gebrautes Bier vom Fass dieses Jahr auch deshalb, weil Flaschenbiere bald teuer werden könnten: In der Ukraine wurde eine große Bierflaschenproduktion durch den Krieg zerstört und fällt somit als ein wichtiger Lieferant von Bierflaschen an deutsche Brauereien aus.

Wenn du gerade kein gezapftes Bier trinken kannst oder willst, ist die nächstbeste Möglichkeit der Genuss aus der Mehrwegflasche. Und je regionaler die Sorte, desto besser. Am umweltbelastenden Ende der Möglichkeiten steht nach Blech- und Aludose die Einweg-Plastikflasche, gar noch eines aus Übersee importierten Bieres.

Wer jetzt traurig schaut, weil er/sie gerade das so gern trinkt, kann ja einfach mal überlegen, ob er/sie vielleicht nur noch jedes dritte Bier so genießt und dann mal ein Wasser und ein Bier vom Fass dazwischenschiebt. Dann ist die Freude auf das Lieblingsbier noch größer! Und eine gute Ausrede gibt’s für Biertrinker auch: Der ökologische Fußabdruck eines Biers (3 dl) ist im Durchschnitt nur halb so groß wie der eines Glas Weins (1 dl). Na dann Prost!

 

Text und Social Media: Heike Schmitt
Grafik: Salea Rackwitz

 

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