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Hund, Katze, Maus – Plastik raus!

Wer ein Haustier hat, hat es meist schwer mit der Müllvermeidung. Auch der Tierkauf kann Zero Waste gestaltet werden. Das gebrauchte Tier ist die nachhaltigere Lösung.
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Hund, Katze, Maus – Plastik raus!

Wer ein Haustier hat, hat es meist schwer bei der Müllvermeidung: Futterdosen, Katzenstreu, Hundetütchen – alles macht Abfall, und das Meiste davon ist Plastik. Wie du deinen Haustiermüll reduzieren kannst, wollen wir heute einmal herausfinden.

Der meiste Müll entsteht eindeutig beim Futterkauf. Die einfachste Möglichkeit, hier Abfall zu reduzieren, ist die Großpackung. Doch gibt es das von Miezi und Struppi bevorzugte Futter in groß? Und wird es gefressen, bevor die geöffnete Dose schlecht wird? Wem das nicht zuviel Arbeit macht, kann versuchen, sein Haustier aufs Barfen umzustellen. Dabei wird kein Fertigfutter verwendet, sondern frisches Fleisch mit notwendigen Zusätzen gefüttert.

Nicht plastikfrei, aber plastik- und vor allem CO2-reduziert ist das Futter von Green Petfood. Im Glas kommt das Nassfutter von Wuff und Mau. Plastikfreie Bio-Hundekekse liefert thehundekeks.de. Ganz ausgefallen: Hundeproteine aus Insekten! Jede Menge interessante Videos auf YouTube zeigen, wie man Trockenfutter selber machen kann. Eine Auswahl an plastikfreiem Vogelfutter stellt diese Seite vor. Plastikfreies für Nager bietet z. B. die Buddelbande. Hamburger Katzenbesitzer*innen können sich freuen, denn da wird das Katzenfutter im Pfandglas auf dem Lastenrad geliefert

Für die Katze braucht es neben Futter vor allem eine Katzentoilette und Streu. Die Toilette bekommst du aus recyceltem Plastik oder gebraucht auf ebay-Kleinanzeigen. Was du in puncto Nachhaltigkeit bei der Katzenstreu beachten solltest, steht hier. Plastikfreie Kratzbäume im Onlinehandel zu bestellen, gestaltet sich zurzeit schwierig, weshalb auch hier ein gebrauchter Baum oder handwerkliches Geschick beim Selberbauen gute Alternativen darstellen. YouTube bietet da massenhaft Anleitungen.

Auch Spielzeug für Hund, Katze, Maus kannst du selber basteln, das Internet ist voller Ideen. Für den Hund brauchst du wahrscheinlich auch eine Leine bzw. ein Geschirr. Greif auch hier zur plastikfreien oder gebrauchten Alternative. Aus dem Meer gefischte Geisternetze werden bei Colorswell zur upgecycelten Hundeleine.

Jede Menge Müll spart der Hundebesitzer, der fürs Gassi alte Chipstüten u. ä. aufhebt, um das Häufchen nicht in neues Plastik zu entsorgen. Plastikfreie Alternativen sind Poopick oder, für Menschen mit Garten oder Platz im Hinterhof, der Wurmkomposter.

Auch im Bereich Aquaristik gibt es nachhaltige Tendenzen. Eine mögliche Alternative ist die Aquaponik.

Last but not least: Auch der Tierkauf kann Zero Waste gestaltet werden. In deutschen Tierheimen warten viele süße Vierbeiner, Zweiflügler und Mehrflosser auf ein neues Zuhause. Das gebrauchte Tier ist die nachhaltigere Lösung – und die mit mehr Herz!

Text: Heike Schmitt
Grafik: Salea Rackwitz
Lektorat und Social Media: Antje Merzweil

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