img 2258

Nachhaltig in die Natur

Wer in Coronazeiten risikofrei an die frische Luft will, geht gern in weitläufigen Parks, Wiesen und Wäldern spazieren. Dort ist entweder keine Gastronomie vorhanden oder sie verkauft außer Haus in Einweggeschirr. Schnell füllen sich die Tonnen, und die Fehlwürfe landen in Wald und Flur, wo sie über die Jahrhunderte zu Mikroplastik zerfallen oder wegen ihres Geruchs von Tieren gefressen oder von Vögeln zum Nestbau verwendet werden. Viele Tiere verenden jedes Jahr daran.

Deshalb nimm dein Essen am besten gleich mit. Wer noch „Tupper“-Dosen zuhause hat, kann belegte Brote, Apfelstücke oder Kekse so ganz leicht im Rucksack bei sich haben. Wer es mit der Plastikfreiheit ganz genau nimmt, wählt als Behältnis lieber eine Weißblechdose, eine Brotbox aus Edelstahl, Bambus oder nachwachsendem Biokunststoff. Heißer Tee oder Kaffee bleibt in Thermosflasche oder -becher lange warm.

Willst du kalte Getränke in Plastikflaschen mitnehmen, nimm bitte Mehrwegflaschen und lass sie nicht in Wald oder Park. Die Mülleimer sind dort schnell überfüllt, und Krähen rupfen gern den Müll aus den Eimern, um an Essensreste darin zu gelangen. Der Wind trägt das leere Plastik dann in die Natur oder in Gewässer.

Wer keinen Proviant schleppen will und sich auf die Möglichkeit verlässt, unterwegs „to go“ zu speisen, kann sich hierfür Mehrweggeschirr mitbringen. Das gibt es in klein und leicht im Outdoorbedarf. Praktisch sind dafür ein schöner Thermobecher und ein Göffel.

Derzeit gibt es jedoch aufgrund der Pandemie nicht viele Imbisse, die dir das Essen ohne Einwegmüll verkaufen, aber fragen kostet nichts und zeigt den Händlern, dass den Kunden Umweltschutz auch in Krisenzeiten ein Anliegen ist. Zumindest kannst du die Serviette abbestellen, wenn du ein Stofftaschentuch dabei hast. Und den Trinkhalm natürlich auch! Oder du schlemmst Mehrweg mit der Vytal-App.

Last but not least: Wenn du für den To Go-Einkauf eine Maske brauchst, bitte pass auf sie auf, denn der Maskenmüll in der Natur ist eine große Gefahr für die Umwelt. Wenn du hinterher ein besonders gutes Gewissen haben willst, nimm dir eine (plastikfreie) Mülltüte und einen Handschuh oder eine Zange mit und sammle unterwegs den Müll ein, den du in der Natur findest. Weitere gute Tipps für den Ausflug ins Grüne gibt die Waldbiene. Jetzt wünschen wir dir gute Erholung und viel Spaß!

Texte: Heike Schmitt
Grafik: Sophie Thaldorf
Lektorat und Social Media: Antje Merzweil